15. Februar 2016

Mamas grösste Herausforderung

Jede Mutter hat täglich ihre Herausforderungen. Jeder Mensch hat täglich Herausforderungen. Als Mutter unterscheiden sich manche Herausforderungen von denen, wenn Du nur für Dich selbst verantwortlich bist. In diesem Blogbeitrag von Daniela Strube - von www.keep-cool-mama.de fordert Daniela Mütter dazu auf, von ihrer grössten Herausforderung zu berichten.

Innerhalb von 12 Stunden...

...fing mein 3 Monate junges Baby an, den Rücken überall anzuschubbeln. Liegend auf dem Rücken, in meinem Arm gegen meine Hand drückend. Sie war unruhig und weinte viel. Beim wickeln fing sie an ihre Oberschenkel, in sekundenschnelle, blutig zu kratzen. Neben ihrem rechten Auge runterlaufend bis zur Mitte der rechten Wange, kratzte sie sich blutig. Um den Mund herum breiteten sich grossflächig rote, wässrige Ekzeme aus. Der Auslöser war die 6-fach Impfung am vormittag des 09.12.2008.

Meine Tochter ist ein sehr fröhliches Kind, von Geburt an war die Bindung zur Mama jedoch das wichtigste. Ihre Geburt war ein Notkaiserschnitt mit 2 anschliessenden Tagen auf der Intensivstation. Ich durfte mich niemals, auch nur einen Meter, von meinem Kind entfernen ohne das sie das Haus, wortwörtlich, zusammenbrüllte. Wenn ich sie auf dem Arm hatte, war die Welt in Ordnung. Ich war immer der Meinung, das Nähe wichtig und gut für Babys ist und habe mein Baby auch gerne getragen, wann immer es möglich war, sonst stand sie in ihrer Luxuswippe max. 1 Meter von mir entfernt, um mir beim Gemüseschnippeln oder ähnlichem zuzuschauen.

Nun entwickelten sich diese Ekzeme bei ihr. Ich rannte noch vor Weihnachten zum Hautarzt, wo ich dann "bescheinigt" bekam:

"Ja, es ist ein atopisches Ekzem - Neurodermitis. Schauen Sie doch bitte mal in die Apotheke, der Markt ist mittlerweile riesig und probieren Sie die Cremes aus, um ihrem Baby etwas Linderung zu verschaffen."

Ich war sprachlos und wütend! Aber dennoch stapfte ich also in die Apotheke und in den nächsten 4 Monaten gaben wir mehrere Hunderte €uro für Cremes und Tinkturen aus. Ich wollte jedoch nicht nur Linderung, ich wollte das es meinem Baby wieder richtig gut geht!

Alltag mit Neurodermitis

Mein oberstes Ziel war es also die Neurodermitis meiner Tochter komplett loszuwerden. Schliesslich wollte ich, das sie sich nicht immer mit diesem juckenden Hautbild auseinandersetzen muss. Ich war also mit Chiara bei Homöopathen, mit stundenlangen umfangreichen Anamnesen, ich war bei einer Kinesiologin, die tatsächlich für 4 Wochen Symptomfreiheit sorgte, ich war bei Desensibilisierungstherapeuten, ich war bei einer TCM-Ärztin die ihr Akupunkturnadeln setzte..... dies alles von Dezember 2008 bis Mai 2009. Ich war JEDE Woche teilweise ganze Tage zu diesen Therapien unterwegs.

Ich habe Chiara gestillt und ich habe selbst gekocht. Kannst Du Dir vorstellen wie mein Alltag aussah? Mein Baby lag immer mit bei uns im Elternbett. Das stillen funktionierte quasi im Schlaf. Wir hatten niemals irgendein Schlafthema. Meine beiden Töchter schlafen gut ein und schlafen auch gerne aus. Der Juckreiz aber, stellte in diesen ersten Monaten nach der Diagnose eine besondere Herausforderung dar. Ich googelte und kaufte weiter ein. Silberanzüge. Kennst Du Silberanzüge? Silber hat eine antibakterielle Wirkung und sollte verhindern, das sich die aufgekratzten Bereiche weiter entzünden und auch wieder abheilen können. Chiara hatte eine Mütze auf dem Kopf. Der Anzug ist so konstruiert, das die Hände und Füsse, durch umstülpeln der Ärmel und Beine, ebenfalls komplett mit Stoff umhüllt sind. Jeden Morgen waren die blutigen Stellen wieder grösser, denn Chiara kratzte und schubbelte mit oder ohne Handschuhe alles auf, auch im Schlaf. Zum einschlafen, lag ich immer dicht an ihrer Seite und hielt ihr beide Händchen, sang ihr vor, so das sie vom Juckreiz abgelenkt war. Meist bin ich mit eingeschlafen, oft mit Tränen die das Kissen durchtränkten.

Freunde, Familie & Therapeuten

Ich hatte 1 Jahr Elternzeit vereinbart! Chiara liess sich von von niemanden ausser mir auf den Arm nehmen. Ihre grosse Schwester und ihr Papa machten hin und wieder eine Ausnahme. Undenkbar das Fremde sie berühren. Aufgrund unserer ganzen Arzttermine, dem kochen und "das bisschen Haushalt" hatte ich kaum Zeit um mich mit Freundinnen zu treffen. Einige Freundschaften zerbrachen komplett. Es gab keinen Streit, aber Unverständnis. Für mich gab es keine Alternative und ich folgte meiner Intuition. Ich wusste sehr genau warum ich das alles tat und ich war in Kampfhaltung.

Wo ich auch hinkam, ich war in Verteidigungsstellung! Ich habe wie eine Löwin darüber gewacht, das niemand meinem Baby irgendwelche Süssigkeiten gibt (verstehe nicht, warum Babys überhaupt Süssigkeiten kriegen sollten). Ich erklärte warum ich alles selber koche, warum mein Kind so wenig Auswahl an Essen erhält. Ich verteidigte die Wünsche meines Kindes, nicht berührt werden zu wollen. Vergleichen mit anderen Kindern hielt ich äusserlich stand, innerlich war ich traurig und wütend, weil Chiara einfach nicht so akzeptiert wird wie sie ist, das ist auch heute noch teilweise ein Thema. Heute weiss ich das die Akzeptanz von aussen, nur durch die Akzeptanz von  innen heraus, Deiner Selbst erfolgt.

Die Mediziner waren der Meinung, mir als Mutter zu empfehlen, wenige Gemüse- oder Obstsorten für mindestens 4 - 6 Wochen zu geben, um jegliche Allergie auszuschliessen..... Mittlerweile lautet die Empfehlung wieder, so normal we möglich das Kind in den Familienspeiseplan zu integrieren. Erdnüsse liebe ich seit jeher und habe sie oft abends geknabbert. Einen Abend hat Chiara zu weinen begonnen und ich lief sofort zu ihr, natürlich ohne mir vorher die Hände zu waschen. Ich habe sie gestillt und am nächsten Morgen festgestellt, das sie eine allergische Reaktion hatte. Die ganze Nacht schlief sie ganz ruhig. Erst morgens sah ich die angeschwollenen Lippen. Dabei war sie fröhlich und ich telefonierte, bis ich der Ursache auf die Spur kam. Wir können nicht alles ausschliessen, bei aller Vorsicht, es passiert doch immer was.

Ursache und der Weg raus

Ich habe Chiara bereits in den ersten Wochen nach der Schwangerschaft Darmaufbaupräparate gegeben, weil sie durch den Kaiserschnitt leider nicht die, für eine optimale Gesundheit, notwendigen Bakterien aus dem natürlichen Geburtskanal erhalten hat. Eine natürliche Geburt hatte ich mir für beide Kinder so sehr gewünscht, aber das sollte erst für meine 2. Tochter möglich sein.

Ich recherchierte unentwegt, teilweise Nächtelang, wenn Chiara schlief, was Chiara helfen könnte, diese Ekzeme loszuwerden und auch in Zukunft nicht immer allergiebelastet zu sein. Ich war immer der Meinung, das ich an der Ursache arbeiten muss und nicht am Symptom. Und ich wurde Ende Mai 2009 fündig. Ich kaufte mir Bücher zur 5-Elemente-Ernährung. Und dann kochte ich genauso wie es dort empfohlen wird. Von heute auf morgen, habe ich komplett umgestellt. Fleisch hatte ich meinem Baby sowieso nie gegeben, diese Phase begann erst mit 2 Jahren bis sie 4,5 Jahre war, seitdem leben wir vegan. Aber dennoch war es eine Umstellung. Und ganz ehrlich, mir schmeckte es am Anfang nicht.

Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann ziehe ich das durch, egal unter welchen Umständen. Und ich war davon überzeugt, das diese 5-Elemente-Ernährung gut für Körper, Geist und Seele meiner Tochter war. Chiara war nun schon 9 Monate alt und der Zeitpunkt, das ich wieder arbeiten musste rückte näher. Ich fand eine Tagesmutter in unserer Nähe, die Chiara genauso wie sie ist, lieb gewann. Sie fühlte sich sehr wohl in dieser Familie.

Chiara war kein einziges Mal krank in ihrem 1. Lebensjahr, abgesehen von dieser schweren Neurodermitis. Unseren ersten gemeinsamen Sommerurlaub verbrachten wir dann auf Sylt - gut für ihre Haut ;-).

Chiara war nach 3 Monaten mit der 5-Elemente-Ernährung komplett symptomfrei! Sicher hat die TCM-Akupunktur und die Desensibilisierung ebenfalls zum Erfolg beigetragen. Aber ausschlaggebend für die Ausheilung war ganz sicher meine tiefe Überzeugung von dieser Ernährungsform und das Ziel vor Augen, das Chiara frei von Juckreiz ihr Leben geniessen kann.

Allergien & innere Einstellung

Als Chiara, noch etwas wackelig auf den Beinen, laufen konnte, kam ein Golden Retriever mit seinem Herrchen vorbeispaziert und wollte Chiara sehr freudig begrüssen. Er schleckte ihr einmal durchs Gesicht, ohne das ich das abwehren konnte. Chiara fand das eher lustig. Ich jedoch packte mein Kind, nahm im Lauf den Autoschlüssel, fuhr in die nächste Apotheke und kaufte ein Antiallergikum, denn meine Tochter konnte kaum noch aus den Augen schauen, das ganze Gesicht war aufgequollen und die Lippen angeschwollen, der Hals kitzelte.

Noch in der Apotheke bekam sie den Saft, danach konnten wir durchatmen.

Nun waren also, als Folge der Neurodermitis oder auch Nebenerscheinung die Allergien in den Fokus gerückt. Die Neurodermitis war kein Thema mehr, wir achteten stets auf eine gesunde Ernährung ohne jegliche Zusatz- und Aromastoffe (die sowieso niemand braucht). Meine Tochter konnte KEIN Tier, egal ob Hund, Katze, Meerschweinchen oder Pferd berühren. Noch nicht einmal im gleichen Raum aufhalten, geschweige denn reiten oder in einem Haushalt sein, wo Reitutensilien überall rumliegen.

In den nächsten Jahren arbeiteten Chiara und ich intensiv an ihrer Denkweise. Es ist sehr wichtig für sie das sie sich wohl- und geschützt fühlt um nicht in emotionalen Stress zu geraten. Ich arbeite nach wie vor auch an meiner Denkweise, um mich stets auf die Lösungen auszurichten und nicht auf sogenannte Probleme.

Ich selbst habe viele Ausbildungen gemacht und Seminare besucht. Meinen Angestellten Job als Senior Consultant habe ich gekündigt und arbeite nun als Life Coach / Mentorin für hochsensible Mütter und Kinder um Ihnen in genausolchen Situationen zu helfen, sich selbst zu lieben, sich selbst wert zu schätzen und Vertrauen in das Leben zu haben.

Meine Tochter reitet, wir haben 2 Katzen im Haus und auch mit Hunden kann sie kuscheln ohne das sie allergische Symptome aufweist. Mit den Pferden ist noch das Heu & Stroh verbunden, alles zusammen ist noch ein Thema was wir weiter "balancieren".

Fazit

Meine grösste Herausfordeung als Mutter war/ ist, mich nicht von meiner Hilflosigkeit und der wenig hilfreichen Kritik meiner Umgebung lähmen zu lassen. Meine tiefe Überzeugung eine Lösung zu finden war der Weg heraus. Auch Du kannst das schaffen. Eventuell ist es bei Dir oder Deinem Kind nicht die Neurodermitis, sondern Probleme mit dem Stuhlgang, Schlafthemen, Schreibaby, Psoriaris, Hautpilze oder sogar Candida - all das hat Auswirkungen auf das Verhalten und den Körper. Der Körper zeigt Dir, das es ein Thema gibt. Mach Dir bewusst - Was möchtest Du? Und dann richte Dich auf die Lösungsfindung aus.

Ich bin sicher das Du das schaffst - und sonst helfe ich Dir gern dabei!

Von Herzen alles Liebe,

Nicole

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  1. Liebe Nicole,
    was für ein spannender Artikel. Nichts ist für Mütter eine größere Herausforderung, als wenn es ihrem Kind nicht gut geht. Echt toll was du alles erreicht hast!

    LG Daniela

    1. Liebe Daniela,
      dankeschön. Ja, alle Mütter möchten das es ihrem Kind gut geht, nur leider scheuen viele die Eigenverantwortung und meinen, jemand anders weiss besser was das eigene Kind braucht, aus Angst etwas falsch zu machen. Ich hoffe, das viele Mütter wieder in ihre eigene Kraft zurückfinden.
      LG, Nicole

    1. Liebe Petra,
      ich danke dir. Manche Erfahrungen sind wohl notwendig um zu wachsen. Es geht uns gut und wir sind dankbar für alles was wir jetzt erreicht haben :-)! Und für alles was ich jetzt an andere „hilflose“ Mütter weitergeben kann.
      LG Nicole

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